Kaffee-Vollautomaten werden immer beliebter.

Vor dem Kauf, aber spätestens nach einem Kauf, sollte man wichtige Dinge wissen und beachten, damit der Spaß an einem Kaffeeautomat nicht all zu schnell vergeht. Warum: Falsche Pflege, falsche Bedienung und Fehlkäufe tun weh...

Einige wichtige Informationen zu Kaffeevollautomaten, zur Geräte-Pflege und zum Kaffee finden Sie auf dieser Seite.
Natürlich erfahren Sie dieses Wissen und noch viel mehr bei einer ausführlichen unverbindlichen Fachberatung oder bei einem Workshop in unserem Geschäft. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Eine telefonische Terminvereinbarung ist zu empfehlen, damit wir die Fachberatung zeitlich besser einplanen können. Tel.: 0 28 24 / 74 79

Nutzen Sie die Möglichkeit und nehmen Sie an einem unserer Workshops teil.

Wir haben im Laufe der Zeit in unserer eigenen Fach-Werkstatt festgestellt, dass die meisten Besitzer von Kaffeevollautomaten wenig oder keine Kenntnisse über den richtigen Umgang und die Pflege ihres Gerätes haben. Hier werden unbewusst Fehler gemacht, die gesundheitsschädliche Folgen haben und die Maschinen-Lebensdauer stark verkürzen. Diese wichtigen Informationen werden von vielen Verkäufern stiefmütterlich behandelt und im Versandgeschäft überhaupt nicht beachtet. In unseren Workshops werden diese Themen nicht nur besprochen, sondern an Geräten praktisch gezeigt. Wir können nur jedem Vollautomaten-Besitzer empfehlen, einmal dabei zu sein. Auch vor einer Geräte-Anschaffung ist der Workshop empfehlenswert.

DIESE FRAGEN WERDEN UNS HÄUFIG GESTELLT...

Wie funktioniert ein Kaffeevollautomat?

Das Wasser wird aus dem Tank über den (je nach Wasserhärte eingesetzten) Wasserfilter und den Durchfluss-Sensor von der Pumpe angesaugt und mit 15 bar oder mehr (je nach Hersteller) durch den Heizblock gepumpt. Mit einer Heizleistung (ca.1.400 W) wird das Wasser sehr schnell erhitzt. Für Kaffeebezug und Heißwasser bis ca. 95°C und für Dampfbezug zum Milch-Aufschäumen auf ca. 130 bis 150°C.

Über Ventile gelangt das Heißwasser entweder bei Dampfbezug zum Milchaufschäumer, oder bei Kaffeebezug zur Brühgruppe.

Die Kaffeebohnen rutschen vom Kaffeebohnenbehälter in das Mahlwerk. Im Anschluss fällt das gemahlene Kaffeemehl über einen Pulvertrichter direkt in den Brühkolben der Brüheinheit. Dorthin gelangt auch bereits vorgemahlenes Kaffeemehl, welches bei den meisten Geräten über eine Pulverkaffeefunktion eingefüllt werden kann. Das Kaffeemehl wird anschließend im Brühkolben durch das Brühgruppenantriebsgetriebe stark gepresst.

In der Brüheinheit wird das heiße Wasser anschließend mit hohem Druck (bis zu 20 bar) über Brühsiebe durch das verdichtete Kaffeemehl gedrückt und somit der Kaffee gebrüht, der dann aus der Brüheinheit durch das Cremaventil zum Kaffeeauslauf in die Tasse gelangt.

Nach dem Kaffeebezug wird das verbrauchte Kaffeemehl aus der Brüheinheit in den Tresterbehälter ausgeworfen.

Wie wird ein Kaffeevollautomat richtig gepflegt? Welche Wartungen sind aus Hygienegründen und zur Reparaturvorsorge erforderlich?

Bei den jetzigen, modernen, kompakt gebauten Kaffeevollautomaten werden trendmäßig immer häufiger „Milch-Mix-Getränke“ bezogen, als beispielsweise noch vor 10 oder 15 Jahren. Hierdurch sind die Maschinen deutlich stärkeren Belastungen ausgesetzt. Dies kommt durch höhere Temperaturen von 130 – 150 °C und dem höheren Auskochen von Kalkablagerungen im Vergleich zu „Nur-Kaffee-Bezug“. Damit verbunden sind auch zunehmende Dampfablagerungen in den Geräten, die in Verbindung mit Kaffeemehl einen wunderbaren Nährboden für Keime und Schimmel etc. bilden. Eine tägliche/wöchentliche Reinigung und Pflege vom Nutzer sowie eine regelmäßige jährliche Wartung und Inspektion mit professioneller Reinigung und Austausch von Verschleißteilen in unserer Fachwerkstatt ist deshalb heute wichtiger denn je, verlängert die Gerätelebensdauer erheblich und ist aus hygenischer Sicht ein Muss.

Was kostet eine Wartung?

Hier kann keine Bewertung erfolgen, bevor der Kaffeevollautomat in unserer Fach-Werkstatt überprüft wurde.
Warum?
1. Wie ist der Zustand und das Alter des Automaten?
2. Wie ist das Gerät vom Besitzer gepflegt worden?
3. Wie servicefreundlich oder -unfreundlich ist die Gerätekonstruktion?
4. Wann und in welcher Qualität wurde (wenn überhaupt) die letzte Wartung in einer Werkstatt durchgeführt?
5. Zeigen sich Fehlfunktionen und Undichtigkeiten am Gerät?

Eine Wartung in unserer Fachwerkstatt ist nicht nur eine innere hygienische Reinigung, sondern beinhaltet auch (falls erforderlich) eine Revision der Brüheinheit, des Mahlwerks, des Antriebs etc. Hierzu gehört auch der Austausch von Verschleißteilen wie Dichtungen, Schläuche, Ventile usw., sowie ein Drucktest bei geöffneter Maschine (wenn konstruktionstechnisch möglich) um versteckte Undichtigkeiten zu erkennen. Dadurch werden u. U. später teure Reparaturen verhindert.
Wenn Sie Ihren Kaffeevollautomat in unsere 1a-Fachwerkstatt zur Wartung oder Reparatur bringen, erhalten Sie auf Wunsch eine kostenlose Reparatur-Info. mehr erfahren

Die Legende vom Kaffee und was Sie über Kaffee wissen sollten.

Der Ursprung des Kaffees liegt in Äthiopien, in der Provinz Kaffa. Ziegenhirten beobachteten, wie ein Teil ihrer Herde nachts putzmunter umhersprang, während die anderen Tiere ruhig schliefen. Die munteren Ziegen hatten zuvor rote Früchte von einem Strauch gefressen. Einer der Hirten soll daraufhin die Früchte dieses Strauchs selbst probiert und ebenfalls eine belebende Wirkung an sich festgestellt haben. Allerdings sei der Geschmack derart ungenießbar gewesen, so dass der Hirte die rohen Früchte in ein Feuer gespuckt habe. Durch das Feuer seien aus den Früchten angenehme Aromen aufgestiegen. So entstand das Rösten, sagt die Legende.

Die beiden weltweit wichtigsten Bohnensorten heißen Arabica und Robusta. Zusammen erreichen diese Bohnensorten einen Weltmarktanteil von über 90 %. Allein die Arabica-Bohne hat einen Weltmarktanteil von ca. 60 %. Die bedeutendsten Unterschiede zwischen diesen beiden Bohnensorten zeigen, dass es bei Kaffee (fast) immer um Genuss geht. Die Arabica-Bohne wird vor allem wegen ihres Aromas geschätzt. Arabica-Kaffee hat etwa nur die Hälfte des Koffeins der Robusta-Bohne. Und: Espresso-Kaffee hat weniger Koffein als Filter-Kaffee. Wichtig für die Crema: Die Arabica-Bohne enthält bis zu 18% Fett, die Robusta-Bohne nur bis zu 13%. Das Fett wird bei der Espresso-Zubereitung unter Druck aus dem Kaffeemehl herausgelöst und mit heißem Wasser verwirbelt, so dass eine Emulsion entsteht – die Crema! Produzenten schätzen die Robusta-Bohne, weil sie durch ihre Widerstandsfähigkeit leichter anzubauen ist und darüber hinaus eine kürzere Reifezeit als die Arabica-Bohne hat. Ein weiterer Grund für die Beliebtheit der Arabica-Bohne bei den Konsumenten liegt sicherlich in ihrem geringeren Säuregehalt im Vergleich zur Robusta-Bohne.

Rohkaffee ist für den Menschen (fast) ungenießbar, wie schon der Hirte aus der Legende erfahren musste. Erst durch die Röstung werden der Bohne bis zu 800 verschiedenen Aromen entlockt, die den Kaffee zu einem der beliebtesten Getränke der Menschheit gemacht hat. Zusätzlich entsteht ein angenehmer Nebeneffekt: Die Säuren in der Kaffeebohne werden abgebaut und machen den Kaffee so bekömmlicher. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Menschheit verschiedene Verfahren zur Röstung entwickelt und perfektioniert. Grundsätzlich wird das traditionelle Trommel-Röstverfahren vom industriellen Fließband- Röstverfahren unterschieden. Rösten bedeutet nichts anderes als das trockene Erhitzen der Kaffeebohnen. Rohkaffee hat bei Zimmertemperatur eine Restfeuchte von ca. 12 %. Diese Restfeuchte wird dem Kaffee beim Rösten weitgehend entzogen, so dass im Ergebnis bei der traditionellen Röstung eine Restfeuchte von unter 1% verbleibt. Bei der industriellen Röstung beträgt die Restfeuchte bis zu 5%. Gegenüber dem traditionellen Röstverfahren (ca. 218-220°C) wird im industriellen Röstverfahren mit deutlich höheren Temperaturen (bis zu 800°C) gearbeitet. Dadurch kann der Röstprozess zwar verkürzt werden, die Röstung ist aber nicht so schonend, Säuren werden nicht in dem Maße abgebaut wie bei der traditionellen Röstung, den Aromastoffen bleibt zu wenig Zeit, sich voll zu entfalten. Das traditionelle Verfahren bietet hinsichtlich Geschmack und Genuss deutliche Vorteile gegenüber dem industriellen Verfahren. Deshalb ist traditionell gerösteter Kaffee die beste Empfehlung. Beim traditionellen Trommel-Röstverfahren ist Geduld durch nichts zu ersetzen, denn: Gut Ding will Weile haben! Ein Röstvorgang dauert zwischen 20 und 25 Minuten. In dieser Zeit fährt der Röstmeister die Rösttemperatur von ca. 20°C nach und nach in einem geregelten Prozess schonend auf ca. 218-220°C. Während des Röstens werden die Bohnen in der Trommel ständig bewegt, um ein gleichmäßiges Röst-Ergebnis zu erzielen.
Quelle: NIVONA Academy

Welche schonenden Reinigungsmittel sollen verwendet werden?

Zur regelmäßigen Entkalkung soll ein hochqualitativer Flüssigentkalker, zum Reinigungsprogramm gute Reinigungstabletten und für den Aufschäumer ein spezieller Milchreiniger eingesetzt werden. Essig bzw. Essigreiniger oder Reiniger auf Zitronenbasis sollen nicht verwendet werden, da hierdurch Materialien (Ventile, Schläuche etc.) angegriffen werden und Fehler verursachen können die teure Reparaturen erforderlich machen.

Kaffeevollautomaten-Qualität?

Kaffeevollautomaten sind sehr aufwändig sowie komplex gebaut und sollen regelmäßig gewartet und überprüft werden. Die Geräte arbeiten mit hohen Temperaturen, hohem Wasserdruck und hohem mechanischen Druck. Dadurch werden regelmäßige Wartungen und Reparaturen sowie der Austausch von Verschleißteilen erforderlich. Um diese zwangsläufig entstehenden Kosten so gering wie möglich zu halten, sollten die Automaten “Servicefreundlich” aufgebaut sein. Dieses ist aber noch lange nicht bei jedem Gerät selbstverständlich. Die verwendeten Bauteile eines Gerätes bestimmen auch den Kaufpreis. Hohe Mondpreise mit unglaublichen Rabatt-Abzügen sind in der Regel ein Warnzeichen und zeugen von minderer Qualität. Durch hohen Zeitaufwand übersteigen die Reparatur-Preise dann oftmals den Geräte-Wert und diese müssen dann leider schon früh entsorgt werden. Auch hier gilt: Wer zu billig kauft, kauft zweimal…

Unserer Empfehlung: Kaufen Sie nachhaltig! Denken Sie an unsere Umwelt!

Wir raten davon ab, Geräte zur Reparatur auf dem Versandweg einzusenden. Warum?
Da sich das Rest-Kaffeepulver aus dem Mahlwerk beim Transport (Die Kartons werden garantiert nicht hochkant und gerade stehend transportiert) in der ganzen Maschine verteilt. Dieses Kaffeepulver in Verbindung mit Wasserdampf ist ein perfekter Nährboden für Keime, Schimmel…

Wir führen daher alle Reparaturen (egal wo gekauft), aber auch evtl. Garantie-Reparaturen von den bei uns gekauften Geräten, in unserer eigenen Fachwerkstatt aus. Denn Sie wollen doch bestimmt nach einer Reparatur Ihren Kaffee weiterhin genießen. mehr erfahren

Wir achten bei unseren Verkäufen auf Nachhaltigkeit und geben Ihnen wichtige Tipps zur richtigen Pflege mit auf den Weg. Darauf können Sie sich verlassen. mehr erfahren 

Alle weiteren Fragen rund um Kaffeevollautomaten beantworten wir gerne bei einer Fachberatung oder während unserer Workshops. mehr erfahren

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Heidi u. Rainer van Haren
Elektronikfachhandel van Haren